300. Wanderung auf den Thierberg und zum Hechtsee
Wir beginnen unsere Wanderung durch den maigrünen Buchenwald hoch über Kufstein. Die Stationen auf dem Wallfahrtsweg sind mit frischen Blumen geschmückt. Unser Ziel ist die Burg Thierberg mit der Einsiedelei und der uralten Kapelle aus dem 14. Jahrhundert. Sie war ursprünglich St Johannes geweiht. Das barocke Gnadenbild mit dem Jesuskind und dem Granatapfel ist der Madonna von Montserrat nachempfunden. Die mittelaterliche Burg gehörte fast 120 Jahre lang den Herzögen von Bayern, die damals auch Kufstein besassen, und ging 1504 wieder an Österreich. Das Ensemble wird von den Thierbergschützen liebevoll gepflegt. Einer von ihnen ist gekommen, um uns über den geschichtlichen Hintergrund zu berichten. Ausstellungsstücke im viereckigen Bergfried erinnern daran. Die Dachplattform eröffnet einen herrlichen Rundblick auf Kaisergebirge und Inntal.
Durch den Wald wandern wir hinunter zum Hechtsee und folgen dem Uferweg. In dem tiefgrünen Wasser spiegeln sich der zahme und der wilde Kaiser, die wir schon von vielen Touren her kennen. Dann geht es noch weiter hinunter ins Kieferbachtal. Eine neue Brücke führt über das Wasser. Ein Wiesenweg führt hinüber zum behäbigen Bauernhof KURZENWIRT. Bei strahlendem Frühjahrswetter können wir auch im Freien ein gutes Mittagsmahl geniessen.
Bei einem Gespräch mit dem Wirt stellt sich leider heraus, dass die Giessenbachklamm, unser Nachmittagsziel, gesperrt ist. Anscheinend hat kurzfristig ein hoher Politiker einen Wanderbesuch angesagt. Plötzlich wurden Bauarbeiten angesagt, um den öffentlichen Felsenweg durch die Klamm ganz schnell zu renovieren. Wir müssen deshalb eine Ausweichtour für den Nachmittag suchen. Beim Baumgartenhof beenden wir unsere Wanderung. Zur Feier des Tages gibt es am Schluss noch einen Sektumtrunk auf der Heimfahrt. Ein schöner Tag geht zu Ende – wir hoffen auf viele weitere erlebnisreiche Wanderungen.
Gruß Sigrid Hagn

Das Ingolstädter-Haus liegt in den Berchtes- gadener Alpen im Steinernen Meer. Es wurde im Jahr 1928/29 auf 2.119 m Höhe erbaut.
Das Riemannhaus liegt in den Berchtes- gadener Alpen, im Steinernen Meer. 

